WestKarpaten
Willkommen in den Westkarpaten ("Muntii Apuseni" / Transsilvanien / Rumänien)!
- für alle Freunde, Bekannte, Besucher, Gäste und Freunde der Natur - die uns hier am Arieș-Fluß privat besuchen -
 Aktuell aktiver Knopf: Wildnis & Horizont  

WestKarpaten

    Wildnis & Horizont


   Arme Leute

   Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.
   Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn:
   "Wie war dieser Ausflug?"
   "Sehr interessant!" antwortete der Sohn.
   "Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
   "Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."
   "Was hast du also gelernt?" fragte der Vater.
   Und der Sohn antwortete:
   "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."
   Der Vater war sprachlos.
   Und der Sohn fügte noch hinzu: "Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."
   Ein Bild vom Frieden

   Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
   Die Künstler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.
   Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
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   Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rauh und kahl. Über den Bergen jagten sich am grauen Himmel wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und fast auch den Donner krachen hören. An dem einen Berg stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe. Keiner, der das Bild sah, kam auf die Idee, dass es hier um den Frieden ging.
   Aber der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest - in perfektem Frieden.
   Welches Bild gewann den Preis?
   Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: "Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben."
   Die Zeichen Gottes

     Ein alter Araber, der weder lesen noch schreiben konnte, betete jeden Abend mit solcher
Inbrunst, daß ihn der reiche Besitzer einer Karawane zu sich rufen ließ:
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     "Wie kommt es, daß du so gläubig betest? Woher weißt du, daß es Gott gibt, wo du doch nicht einmal lesen kannst?"
     "Ich kann sehr wohl lesen, mein Herr. Ich lese alles, was der große Himmelsvater schreibt."
     "Wie das?"
     Der einfache Diener erklärte es ihm:
     "Wenn Ihr einen Brief erhaltet, woran erkennt Ihr, wer ihn geschrieben hat?"
     "An der Schrift."
     "Wenn Ihr ein Schmuckstück erhaltet, woran erkennt Ihr, wer es gemacht hat?"
     "Am Stempel des Goldschmieds."
   "Wenn Ihr um das Zelt herum Hufgetrappel hört, woran erkennt Ihr später, ob es ein Schaf, ein Pferd oder ein Ochse war?"
     "An den Spuren", antwortete der Karawanenbesitzer.
    Der alte, gläubige Mann bat ihn, mit ihm aus dem Zelt hinauszutreten, und zeigte ihm den Himmel.
     "Mein Herr, diese dort oben geschriebenen Dinge, diese Wüste hier unten, all dies kann nicht
von Menschenhand gezeichnet oder geschrieben worden sein."


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