WestKarpaten
Willkommen in den Westkarpaten ("Muntii Apuseni" / Transsilvanien / Rumänien)!
- für alle Freunde, Bekannte, Besucher, Gäste und Freunde der Natur - die uns hier am Arieș-Fluß privat besuchen -
 Aktuell aktiver Knopf: Wildnis & Horizont  

- Abendröte -

Tiefer sinket schon die Sonne
Und es atmet alles Ruhe
Tages Arbeit ist vollendet
Und die Kinder scherzen munter

Grüner glänzt die grüne Erde
Eh´die Sonne ganz versunken
Milden Balsam hauchen leise
In die Lüfte nun die Blumen
Der die Seele zart berühret
Wenn die Sinne selig trunken

Kleine Vögel, ferne Menschen
Berge himmelan geschwungen
Und der große Silberstrom
Der im Tale schlank gewunden

Alles scheint dem Dichter redend
Denn er hat den Sinn gefunden
Und das All ein einzig Chor
Manches Lied aus einem Munde



- Auf dem See -

Nun fließt die Welt in kühlem Mondenlicht
Die Berge sind im weißen Duft versunken
Der See, der leis´ um meinen Kahn sich bricht
Spielt fern hinaus in irren Silberfunken,
Doch sein Gestad´ erkenn´ ich nicht

Wie weit! Wie still! Da schließt in mir ein Sinn
Sich auf, das Unnennbarste zu verstehen
Uralte Melodien gehen
Durch meine Brust gedämpft dahin

Es sinkt, wie Tau, der Ewigkeit Gedanke
Kühl schauernd über mich und füllt mich ganz
Um mich umflutet sonder Schranke
Ein uferloses Meer von weißem Glanz.

- Vom Fichtenbaum, dem Teiche und den Wolken -

    Die herrliche Abendsonne beschien mit ihren goldenen Strahlen einen großen Fichtenbaum, welcher an einer felsigen Berghalde stand. Sein stachlichtes Laub prangte im schönsten Grün, und seine Äste waren wie mit Feuer übergossen und glänzten weithin durch die Gegend. Er freute sich dieses Glanzes und meinte, all diese Herrlichkeit gehe von ihm selbst aus und sei sein eigenes Verdienst, sodaß er sehr eitel ward und prahlend ausrief: "Seht her, ihr anderen Gewächse und Geschöpfe um mich her, wo erscheint eines in solcher Pracht wie ich edle Fichte? Gewiss, ihr seid sehr zu bedauern, daß euch der Schöpfer nicht schöner geschmückt hat."

    Die Sonne hörte diese eitle Rede und wurde darüber unwillig, sodaß sie ihre Strahlen von dem Baume weg auf einen dunklen Teich wandte, der unten am Berge in tiefer Ruhe lag. Der Fichtenbaum sah nun so öd und traurig aus wie vorher; der Teich aber bewegte sich freudig in kleinen goldenen Wellen und widerstrahlte das Bild der Sonne in tausend Feuerpunkten. Allein auch er wurde stolz darauf und glaubte am Ende, er selbst sei die Quelle all dieser Klarheit, und verspottete die anderen Gewässer, welche im Schatten lagen.

    Da wurde die Sonne abermals unwillig, zog Wolken zusammen, in denen sich verhüllte, und der Teich lag nun wieder in seinem düsteren melancholischen Grau wie zuvor und schämte sich. Die Wolken hingegen begannen jetzt zu glühen und zu scheinen wie Purpur und verbreiteten sich wohlgefällig im abendlichen Himmel, als die Erde schon im Schatten lag. Da wurden auch sie übermütig und riefen: "Erglänzen wir nicht viel schöner denn die Sonne?"

    Und zum dritten Male wurde die Sonne unwillig, und indem sie hinter den Horizont hinabstieg, entzog sie ihre Strahlen den undankbaren Luftgebilden, und Wolken, See und Bäume verschwammen nun in der grauen Dämmerung, endlich die Nacht all diese eitlen Geschöpfe der Vergessenheit übergab.



- Henry David Thoreau -
(USA, 1817 - 1862)

„Es ist der größte Vorteil, keinen Vorteil zu haben.“

„Der Mensch ist umso reicher, je mehr Dinge er liegen lassen kann.“

„Während ihr Freude daran habt, auf mannigfache Weise Bildung und Kultur zu erwerben, denke ich mit Wonne daran, sie loszuwerden.“

„Es ist heute so, daß der Liebhaber der Kunst etwas anderes ist als der Liebhaber der Natur, obgleich wahre Kunst nur der Ausdruck unserer Liebe zur Natur sein kann. Es ist ungeheuerlich, daß man nichts für Bäume übrig hat, aber sehr viel für korinthische Säulen.“

„Viele beschäftigen sich mit der Untersuchung der Monumente des Ostens und des Westens und der Frage, wer sie erbaute. Ich für meinen Teil möchte gern wissen, wer sie damals nicht erbaute - wer über diese Torheiten erhaben war.“

„Der Wissenschafter studiert die Natur wie eine tote Sprache. Ich bete um eine innere Erfahrung, die der Natur Bedeutung verleiht.“

„Entgegen allen Statistiken werde ich niemals glauben, daß es die Nachfahren von Händlern sind, die den Staat erhalten, sondern die Nachkommen schlichter Bauern und Handwerker.“

„Der Himmel oder das Paradies kann als der Ort bezeichnet werden, den die Menschen meiden.“

„Ich liebe die Natur auch deshalb, weil sie nicht menschlich, sondern eine Zuflucht vor den Menschen ist.“

„Wir vermögen nichts zu sehen, wenn die Idee davon uns nicht schon ergriffen hat.“





- Dr. Wald -

Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
Mich unverstanden fühle oder alt
Wenn mich die guten Musen nicht liebkosen,
Dann konsultiere ich den Dr. Wald.

Er ist mein Augenarzt und mein Psychiater
Mein Orthopäde und mein Internist,
Er hilft mir über jeden Kater,
Ob er aus Kummer oder Kognac ist.

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen,
doch um so mehr von Luft und Sonnenschein,
Und kaum umfängt mich die sterile Stille
Rauscht er mir zu: „Nun atme tief sie ein!“

Ist seine Praxis auch nicht überlaufen,
In seiner Obhut fühlt man sich gesund,
Und läßt mich Kreislaufschwäche einmal schnaufen,
bin ich schon morgen ohne klinischen Befund.

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
Und unsere Seele stets ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine,
Nur Hausbesuche macht er leider nicht.



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